Lange verbunden: das Bahnpflegewerkzeug 397/2

Neben dem bereits vorgestellten Bahnpflegewerkzeug 397/2, welches unter anderem mit Spezialzange, Pinzette und Schraubendreher ausgeliefert wurde, und somit vielseitig einsetzbar war, wurde von 1953 bis 1954 ein weiteres Werkzeugset mit […]

Neben dem bereits vorgestellten Bahnpflegewerkzeug 397/2, welches unter anderem mit Spezialzange, Pinzette und Schraubendreher ausgeliefert wurde, und somit vielseitig einsetzbar war, wurde von 1953 bis 1954 ein weiteres Werkzeugset mit der Artikelnummer 397/2 angeboten. Der Inhalt war (mit Ausnahme des Durchschlages) darauf ausgerichtet an der Anlage oder am rollenden Material Lötarbeiten zu verrichten.

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Das Bahnpflegewerkzeug 397/2 kostete beim Händler 7,50 DM. Als Gegenwert bekam man einen Lötkolben, ein Stück Lötzinn, einen Durchschlag, eine Halbrundfeile und ein Stück Schmirgelleinen.

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In einem länglichen, roten Rautenkarton lag ein Lötkolben mit Holzgriff und einem Lötkopf aus massivem Kupfer. Da dieser nicht über eine elektrische Heizung verfügte, musste dieser auf anderem Wege, beispielsweise am heimischen Herd, erhitzt werden. Über Details schweigt sich die Anleitung leider aus.

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Auch in diesem Set war ein Stück Schmirgelleinen beigelegt, mit dieser und einer Halbrundfeile konnten Lötstellen gereinigt werden so das das Lot besser verlaufen konnte. Die Anleitung beschreibt auch die Reinigung der Lötspitze mit der Feile. Mit dem Durchschlag können beispielsweise Achsen im Getriebe von Lokomotiven entfernt werden – ein originaler Märklin Hammer wurde leider nie angeboten, hier musste man auf die Bestände im Haushalt zurückgreifen.

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Über Frank Ronneburg

Frank Ronneburgs besonderes Interesse gilt den sogenannten „Händler- oder Werbeartikeln“. Dazu zählen alte Werbeschilder, Ausstellungsdisplays oder Händleranlagen – Ausstellungsstücke, welche speziell für Modelleisenbahn-Händler gefertigt wurden. Ein sehr exklusives Stück – die Märklin Sonnenuhr – konnte so vor einiger Zeit, nach langer Suche aus Schweden und einem Transport von über 2000 Kilometern, wieder öffentlich in einer Ausstellung präsentiert werden. Ein ganz besonderer Fund für Frank Ronneburg, da dieses Schaustück nach aktuellem Kenntnisstand weltweit nur noch einmal existiert. Seit Jahren betreibt Frank Ronneburg erfolgreich die Seite tischbahn.de, eine Plattform für Liebhaber und Sammler von historischen Modelleisenbahnen. Hier werden regelmäßig aktuelle Fachartikel veröffentlicht und begehrte Sammlerstücke - deren Besonderheiten und Marktwert - fachkundig präsentiert. Seine langjährige Erfahrung, Fachkenntnisse und Passion stellt der Experte als Kurator für zahlreiche Ausstellungsprojekte in ganz Deutschland unter Beweis. Zuletzt kuratierte er im Juni 2012 eine Ausstellung im Deutschen Technikmuseum Berlin und war Experte bei Auctionata für die Auktion "Märklin Eisenbahn aus privater Sammlung" im Mai 2013.