Eleganz der 30er Jahre, der Bahnhof 416

Unter der Artikelnummer 416 wurde von 1935 bis 1936 ein Großstadtbahnhof produziert welcher zeitgleich mit dem Kleinstadtbahnhof 412 angeboten wurde. Das aus Blech gefertigte und gelötete Modell eines modernen Bahnhofs […]

Unter der Artikelnummer 416 wurde von 1935 bis 1936 ein Großstadtbahnhof produziert welcher zeitgleich mit dem Kleinstadtbahnhof 412 angeboten wurde. Das aus Blech gefertigte und gelötete Modell eines modernen Bahnhofs einer größeren Stadt ist symetrisch gestaltet, auf Anbauten wie beispielsweise einen Güterschuppen wurde verzichtet. Dieser wurde, passend zu diesem Bahnhof, gesondert unter der Artikelnummer 427 angeboten.

Mit den Abmessungen von 27 x 11 x 13cm ist der Bahnhof 416 in den Produktionsjahren sicher der größte Bahnhof, verglichen mit den späteren Bauwerken jedoch eher eines der kleineren Sammlerstücke dieser Zeit. Die hellgelb lackierten Wände setzen sich elegant von den braunen Spitzdächern der beiden Seitenflügel und dem Flachdach des Mittelteiles ab. Der Sockel ist in einem dunklen Beige lackiert, auf die Andeutung von Vegetation wie beim Kleinstadtbahnhof 412 wurde verzichtet. Man war wohl der Meinung, das „Grünzeug“ in der modernen Großstadt nichts zu suchen hat.

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Die Fenster des mittleren Teiles wurden mit Cellonscheiben hinterlegt, der Durchgang mit grüner Überdachung wird von zwei Säulen gestützt. Auf dem Flachdach befindet sich eine rot-weisse Flagge welche bei späteren Versionen dieses Bahnhofes im Jahre 1936 durch eine Hakenkreuzfahne ersetzt wurde. Auf den Stirnseiten der Seitenflügel ist die bereits von Bahnhof 412 bekannte Uhr aufgedruckt welche sich auch auf dem Mittelgebäude wiederfindet.

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Über Frank Ronneburg

Frank Ronneburgs besonderes Interesse gilt den sogenannten „Händler- oder Werbeartikeln“. Dazu zählen alte Werbeschilder, Ausstellungsdisplays oder Händleranlagen – Ausstellungsstücke, welche speziell für Modelleisenbahn-Händler gefertigt wurden. Ein sehr exklusives Stück – die Märklin Sonnenuhr – konnte so vor einiger Zeit, nach langer Suche aus Schweden und einem Transport von über 2000 Kilometern, wieder öffentlich in einer Ausstellung präsentiert werden. Ein ganz besonderer Fund für Frank Ronneburg, da dieses Schaustück nach aktuellem Kenntnisstand weltweit nur noch einmal existiert. Seit Jahren betreibt Frank Ronneburg erfolgreich die Seite tischbahn.de, eine Plattform für Liebhaber und Sammler von historischen Modelleisenbahnen. Hier werden regelmäßig aktuelle Fachartikel veröffentlicht und begehrte Sammlerstücke - deren Besonderheiten und Marktwert - fachkundig präsentiert. Seine langjährige Erfahrung, Fachkenntnisse und Passion stellt der Experte als Kurator für zahlreiche Ausstellungsprojekte in ganz Deutschland unter Beweis. Zuletzt kuratierte er im Juni 2012 eine Ausstellung im Deutschen Technikmuseum Berlin und war Experte bei Auctionata für die Auktion "Märklin Eisenbahn aus privater Sammlung" im Mai 2013.