Mit der kleinen Eisenbahn spielen ist ein echter Zeitvertreib. Doch meist sitzt man dabei alleine im Keller – oder heute auf einem gut ausgebauten Dachboden – und läßt die kleinen Züge im Kreis fahren. Eine kleine Alternative ist da das gepflegte Karten Spiel im Kreise der Familie oder mit Freunden. Nun muss es ja nicht gleich das Pokerspiel mit echten Einsätzen sein, für den Anfang tut es auch das gute alte Quartett – natürlich mit den beliebten Märklin Modellen.
Von der “Berliner Spielkarten GmbH & Cie” wurde in den 60er Jahren das hier gezeigte Quartett herausgegeben. Es besteht aus 9 Sätzen a 4 Karten plus einer Deckkarte mit der berühmten E03 002. Von diesem Deckblatt sind zwei unterschiedliche Rückseiten bekannt. Die ältere ist unbedruckt, die neuere ist mit einer Spielanleitung für “technische Quartette” bedruckt.
Zur Geschichte der Berliner Spielkarten GmbH & Cie ist nur wenig bekannt. Im Jahre 1998 übernimmt der Ravensburger Spieleverlag (Altenburg) die Firma Berliner Spielkarten GmbH & Cie. KG mit ihrem Vertrieb in Darmstadt und der Produktion in Berlin. Auch die Produktion von Berliner Spielkarten wird nach Altenburg verlagert. Seit 01.01.2001 ist die Integration der Marke Berliner Spielkarten mit den zusätzlichen Produktfeldern Spiele und Puzzle in die Spielkartenfabrik Altenburg GmbH abgeschlossen.
Interressant für den Märklinisten ist dieses Set natürlich durch die vielen Modelle der 60er Jahre. Aber auch einige Modelle der 50er Jahre wie das Krokodil 3015 oder die französische 3012 / 3013 haben den Weg in dieses Quartett gefunden.
Es sind mindestens zwei Spielarten für ein Quartett bekannt. Bei der älteren Variante fragt ein Spieler den Gegner nach einer Karte (beispielsweise B3), ist diese vorhanden so muss sie abgegeben werden. Die modernere – insbesondere für technische Quartette geeignete Variante – ist vielen Lesern sicher aus dem Sandkasten bekannt: Anhand der technischen Daten, beispielsweise Gewicht oder Länge, wird die jeweils “schwächere” Karte dem Gegner übergeben bis ein Mitspieler entweder alle oder (nach einer bestimmten Zeit) die meisten Karten in der Hand hält.
Und nun: viel Spaß mit den Motiven:



Also ,Herr Ronneburg,
Super was Sie immer für BON BONS ,für den ambitionierten Sammler, finden…
Eine ware Freude…
herzliche Grüße
Ihr
AS aus M
Dieses Quartett ist echt Top! Ich bin immer wieder freudig erstaunt, welche Schätzchen Frank Ronneburg uns hier präsentiert.
Es sind durchweg sehr schöne Modellaufnahmen, welche man im Katalog so nicht findet.
Allerdings auch hier wieder der Fehler, den man in allen Märklin Publikationen findet: es gab niemals eine BR 89 der Deutschen Bundesbahn!
Von den ohnehin nur 10 gebauten Exemplaren blieben 5 bei der DDR-Reichsbahn und die übrigen in Polen. Mir ist bis heute nicht nachvollziehbar, warum man ab 1953 nicht die BR 80 nachgebildet hat. Hier gab es immerhin 39 Stück, von denen 17 bei der Deutschen Bundesbahn blieben.
Einzigste mir nachvollziehbare Erklärung wäre, daß man eine optisch leicht abweichende Lok gegenüber der zunächst weitergebauten TM 800 herausbringen wollte.
Die BR 80 gab es dann aber doch noch mit dem Fahrwerk und den Kesselarmaturen der BR 89 bei Primex von 1985 bis 1992 unter der Nummer P 3190 und im Fotografieranstrich 1985 in der Zugpackung 2750 anläßlich des Jubiläums 150 Jahre Eisenbahn in Deutschland.
Viele Grüße Stefan Burkhard
Mir ist noch ein weiterer Fehler aufgefallen, die BR 44 war für 80 km/h zugelassen.
Auch ist mir nicht nachvollziehbar, wie man die technischen Spielregeln befolgen soll, denn die Karte von der 3029 enthält nahezu keine technischen Daten und kann damit so nicht benutzt werden.
Viele Grüße Stefan Burkhard
Hallo Herr Ronneburg.
Ich hätte zu dem Quartett noch eine Artikelnummer.
Steht bei mir vorne auf dem Deckblatt.
Art.Nr. 10 15 19
Viele Grüße, ein Märklin-Sammler aus Norddeutschland.