Tischbahn – Aufbau und Betrieb

Nach den theoretischen Betrachtungen zum Aufbau einer Tischbahn, schreiten wir nun zur Tat. Die Fichtenholzbretter aus den Baumarkt sind besorgt und nebeneinander ausgelegt. Da diese Anlage ja nicht dauerhaft aufgebaut bleiben kann, wer hat dafür schon Platz, müssen die Bretter auf einer ausreichend stabilen Unterlage ausgelegt werden. Dies kann ein […]

Nach den theoretischen Betrachtungen zum Aufbau einer Tischbahn, schreiten wir nun zur Tat. Die Fichtenholzbretter aus den Baumarkt sind besorgt und nebeneinander ausgelegt. Da diese Anlage ja nicht dauerhaft aufgebaut bleiben kann, wer hat dafür schon Platz, müssen die Bretter auf einer ausreichend stabilen Unterlage ausgelegt werden. Dies kann ein grosser Tisch oder auch einige Holzböcke aus dem Baumarkt sein.

Schnell ein paar Schienen ausgelegt und dabei darauf geachtet, dass an den Übergängen zwischen den Brettern auch die Gleise passend enden. Der bei den Vorkriegsgleisen einzig verfügbare Radius von 36cm passt hervorragend ausf die 40cm breiten Bretter. auf dem mittleren Teil verbinden zwei Weichen und ein kurzes Zwischenstück die beiden äusseren Platten.

Schnell ergibt sich nach ein paar Versuchen und Anpassungen am Gleisplan folgendes Bild:

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Sieht doch schon recht ansprechend aus. Nun noch schnell an den passenden Stellen die Gleise trennen und verkabeln um ein paar funktionsfähige Abstellmöglichkeiten zu schaffen. Da diese sehr alten Gleise oft keine gute elektrische Leitfähigkeit aufweisen (durch Übergangswiderstände zwischen den Gleisen), empfiehlt es sich auch auf der äusseren Strecke 1-2 zusätzliche Einspeisungen vorzusehen.

Dann noch die Gleise angeschraubt und fertig. Die Gleise an den Trennstellen auf dem mittleren Brett wurden nicht angeschraubt. Die Weichen haben leider keine Löcher für die Schrauben und dann sollen sie auch so bleiben. Ausserdem erleichtert dies den Zusammenbau etwas wenn nicht alles komplett fest verschraubt ist.

Aus der Vogelperspektive ergibt sich folgendes Bild:

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Das sieht doch nach viel Rangierspass für die E63 aus. Und für die Pause ist auch ein Rundkurs vorhanden, so das man den Zügen auch mal freien Lauf lassen kann. Bei genauem hinsehen sind sogar zwei Kehrschleifen vorhanden. Auf 10 Abstellgleisen ist viel Platz für einige schöne Stücke aus der Sammlung die mal wieder den Karton oder die Vitrine verlassen wollen. Auf 1,2m x 2m lassen sich sicher noch andere Gleisanlagen planen, vielleicht hat ja einer der Leser einen schönen Vorschlag?

Als Erweiterung wäre Denkbar einige weitere Weichen an den schmalen Enden zu plazieren, um die Anlage in der Länge oder Breite zu erweitern.

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Hier noch ein Blick über die Anlage aus einer anderen Perspektive, noch ohne Fahrzeuge und Gebäude (vom Lokschuppen mal abgesehen).

Die beiden Bahnhofsgleise auf der rechten Seite (Gleis 2+3 von rechts gesehen) lassen sich abschalten. Auf der Fläche zwischen diesen und den darauf folgenden Abstellgleisen hat ein Bahnhof (418) Platz. Hinter den beiden Abstellgleisen (Gleis 5+6 von rechts) ist etwas mehr Platz, dort lassen sich der Güterschuppen (428) und der Kran (429) unterbringen. Im Hintergrund ist schon der E-Lok Schuppen (412 / 7029) zu sehen. Auf der gegenüberliegenden Seite ist mehr Platz gelassen, dort steht der Großstadtbahnhof (419) mit dem Erweiterungsanbau (415).

Auf einer Seite der Platten sollte etwas Platz gelassen werden, um Transformatoren und Schaltpulte unterzubringen. An dieser Stelle müssen natürlich auch alle Leitungen zusammengeführt werden. Die Leitungen sind bewusst etwas länger gelassen worden, sicher wird nochmal was umgebaut. einige Verteilerplatten werden ebenfalls in der Nähe befestigt. Die einzelnen Platten untereinander werden mit entsprechend konfektionierten Kabeln mit Steckern und Buchsen verbunden. Entweder direkt über den Trafo oder über die Verteilerplatten. Um die Masse (braun) und die Versorgung für das Licht (gelb) auf die anderen Platten zu bringen, kann auch falls vorhanden ein Kranstellpult dienen. Dies sollte bevorzugt auf der mittleren Platte untergebracht werden.

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Wenn vorhanden, sollten mindestens zwei Fahrtrafos und eventuell ein Lichttrafo vrogesehen werden.

Nun fehlen noch die Gebäude, die sind aber schnell aufgestellt. Hier schon zu sehen: Güterschuppen und Kran, Bahnhof 418, Stellwerke 456, 473/6 und 473/12 sowie Übergangsteg 444 und Bahnhof 414. Platz ist hier aber noch genug, so können auch die Kräne 463 und 464 noch bequem untergebracht werden. Für kleineres Zubehör wie Lampen (z.B. die 447), den Telegrafenmast 430, den Fahrdienstleiter oder das Läutewerk 438 / 7035 ist immer Platz.

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Hier dann eine weitere Ausbaustufe, im Hintergrund sind noch zwei Kräne hinzugekommen und mit ein paar Fahrzeugen bestückt, hier hauptsächlich die Nachbauten 0050 und 0100, lässt sich schon etwas Betrieb machen und der Fahrdienstleiter kann den ersten Zug freigeben.

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Über Frank Ronneburg

Frank Ronneburgs besonderes Interesse gilt den sogenannten „Händler- oder Werbeartikeln“. Dazu zählen alte Werbeschilder, Ausstellungsdisplays oder Händleranlagen – Ausstellungsstücke, welche speziell für Modelleisenbahn-Händler gefertigt wurden. Ein sehr exklusives Stück – die Märklin Sonnenuhr – konnte so vor einiger Zeit, nach langer Suche aus Schweden und einem Transport von über 2000 Kilometern, wieder öffentlich in einer Ausstellung präsentiert werden. Ein ganz besonderer Fund für Frank Ronneburg, da dieses Schaustück nach aktuellem Kenntnisstand weltweit nur noch einmal existiert. Seit Jahren betreibt Frank Ronneburg erfolgreich die Seite tischbahn.de, eine Plattform für Liebhaber und Sammler von historischen Modelleisenbahnen. Hier werden regelmäßig aktuelle Fachartikel veröffentlicht und begehrte Sammlerstücke - deren Besonderheiten und Marktwert - fachkundig präsentiert. Seine langjährige Erfahrung, Fachkenntnisse und Passion stellt der Experte als Kurator für zahlreiche Ausstellungsprojekte in ganz Deutschland unter Beweis. Zuletzt kuratierte er im Juni 2012 eine Ausstellung im Deutschen Technikmuseum Berlin und war Experte bei Auctionata für die Auktion "Märklin Eisenbahn aus privater Sammlung" im Mai 2013.