Altbau E-Lok RSM800 / 3033

Die E-Lok RSM800 stellt ein typisches Design der frühen 50er Jahre dar. Ein schweres Fahrgestell und Gehäuse aus Guss, sowie eine Beleuchtung nur auf einer Seite der Lok, mit von aussen wechselbaren Lampen, sind die markantesten Merkmale dieser Lok. Das Fahrgestell bildete die Basis für weitere Modelle dieser Zeit und […]

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Die E-Lok RSM800 stellt ein typisches Design der frühen 50er Jahre dar. Ein schweres Fahrgestell und Gehäuse aus Guss, sowie eine Beleuchtung nur auf einer Seite der Lok, mit von aussen wechselbaren Lampen, sind die markantesten Merkmale dieser Lok. Das Fahrgestell bildete die Basis für weitere Modelle dieser Zeit und findet sich beispielsweise bei der TM800 und der RM800 wieder.

Als Vorbild läßt sich am ehesten die E32 als Altbau Stangen E-Lok zuordnen, mit gewissen Zugeständnissen an bei der Umsetzung. Das dunkelgrün lackierte Gehäuse ist typisch für die Elektroloks dieser Zeit und auch bei diesem Modell Vorbildgerecht umgesetzt.

Produziert wurde diese Lok in der Zeit von 1950 bis 1953 mit Pantographen des Typs 5 (Schleifstück aus Messing), zunächst in einer Version ohne Haftreifen, im Jahr 1954 mit Haftreifen. Diese Variante ist auf den Fotos zu sehen. 1955 wurde das beigefarbene Dach durch eine silbergraue Lackierung ersetzt und Pantographen vom Typ 6 mit silbernem Schleifstück montiert.
Nachdem das Modell einige Jahre aus dem Programm verschwunden war, schien für den Östereichischen Markt von 1959 bis 1962 die Zugpackung 3233 nochmals mit dieser Lok. Die Lok bekam die neue, vierstellige, Artikelnummer 3033 und wurde in einigen Punkte vereinfacht, bzw. der aktuellen Produktion angepasst. Die Lackierung des Gehäuses war etwas heller, die Kupplungen wurden durch Kupplungshaken ersetzt und die Kuppelstangen am Fahrgestell wurden durch einfach Kuppelstangen der TM800 ersetzt.

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Über Frank Ronneburg

Frank Ronneburgs besonderes Interesse gilt den sogenannten „Händler- oder Werbeartikeln“. Dazu zählen alte Werbeschilder, Ausstellungsdisplays oder Händleranlagen – Ausstellungsstücke, welche speziell für Modelleisenbahn-Händler gefertigt wurden. Ein sehr exklusives Stück – die Märklin Sonnenuhr – konnte so vor einiger Zeit, nach langer Suche aus Schweden und einem Transport von über 2000 Kilometern, wieder öffentlich in einer Ausstellung präsentiert werden. Ein ganz besonderer Fund für Frank Ronneburg, da dieses Schaustück nach aktuellem Kenntnisstand weltweit nur noch einmal existiert. Seit Jahren betreibt Frank Ronneburg erfolgreich die Seite tischbahn.de, eine Plattform für Liebhaber und Sammler von historischen Modelleisenbahnen. Hier werden regelmäßig aktuelle Fachartikel veröffentlicht und begehrte Sammlerstücke - deren Besonderheiten und Marktwert - fachkundig präsentiert. Seine langjährige Erfahrung, Fachkenntnisse und Passion stellt der Experte als Kurator für zahlreiche Ausstellungsprojekte in ganz Deutschland unter Beweis. Zuletzt kuratierte er im Juni 2012 eine Ausstellung im Deutschen Technikmuseum Berlin und war Experte bei Auctionata für die Auktion "Märklin Eisenbahn aus privater Sammlung" im Mai 2013.