Es klappert die Mühle: Betriebsmodell 4353

Betriebsmodelle wurden zur Kombination mit Dampfmaschinen oder Elektromotoren oder auch für „Hand- und Kraftbetrieb“ angeboten. Zum reinen Kraftbetrieb waren Ventilatoren, Bandsägen oder Bohrmaschinen vorgesehen, sogar eine kleine Drehbank gab es. […]

Betriebsmodelle wurden zur Kombination mit Dampfmaschinen oder Elektromotoren oder auch für „Hand- und Kraftbetrieb“ angeboten. Zum reinen Kraftbetrieb waren Ventilatoren, Bandsägen oder Bohrmaschinen vorgesehen, sogar eine kleine Drehbank gab es. Für den Handbetrieb gab es aber auch Modelle wie eine Buttermaschine oder ein Hammerwerk.

Besonders spannend waren aber verschiedene Modelle bei denen Wasser eine Rolle spielte, wie zum Beispiel der im folgenden vorgestellte „Teich“.

Bei diesem Blechmodell mit 19 x 19cm grosser Grundplatte, in dieser befindet sich das Wasser, sind die typischen Merkmale der Märklin Blechproduktion der 20er und 30er Jahre auszumachen. Gelötetes Blech, geprägtes Dach und Fenster sowie feinste Bemalung.

In den Katalogen bis 1936 findet sich unter der identischen Artikelnummer ein etwas anderes Modell dieses „Teiches“. Im Katalog von 1937 taucht erstmals die hier gezeigte Version auf, mit der Artikelnummer 4353N. Ab 1938 wird es wieder als 4353 bezeichnet. Nach dem Krieg ist die Artikelnummer 1947 noch als „Mühle“ im Katalog zu finden, was es auch deutlich besser beschreibt. In den folgenden Katalogen sind nur noch wenige Dampfmaschinen und keinerlei Betriebsmodelle in den Katalogen aufgeführt.

Über Frank Ronneburg

Frank Ronneburgs besonderes Interesse gilt den sogenannten „Händler- oder Werbeartikeln“. Dazu zählen alte Werbeschilder, Ausstellungsdisplays oder Händleranlagen – Ausstellungsstücke, welche speziell für Modelleisenbahn-Händler gefertigt wurden. Ein sehr exklusives Stück – die Märklin Sonnenuhr – konnte so vor einiger Zeit, nach langer Suche aus Schweden und einem Transport von über 2000 Kilometern, wieder öffentlich in einer Ausstellung präsentiert werden. Ein ganz besonderer Fund für Frank Ronneburg, da dieses Schaustück nach aktuellem Kenntnisstand weltweit nur noch einmal existiert. Seit Jahren betreibt Frank Ronneburg erfolgreich die Seite tischbahn.de, eine Plattform für Liebhaber und Sammler von historischen Modelleisenbahnen. Hier werden regelmäßig aktuelle Fachartikel veröffentlicht und begehrte Sammlerstücke - deren Besonderheiten und Marktwert - fachkundig präsentiert. Seine langjährige Erfahrung, Fachkenntnisse und Passion stellt der Experte als Kurator für zahlreiche Ausstellungsprojekte in ganz Deutschland unter Beweis. Zuletzt kuratierte er im Juni 2012 eine Ausstellung im Deutschen Technikmuseum Berlin und war Experte bei Auctionata für die Auktion "Märklin Eisenbahn aus privater Sammlung" im Mai 2013.