Alter Ardel(t)

Aus dem Kranwagen 4611, den es schon seit 1956 eingangs als 315/2 in kaum veränderter Form gab, kann man eigentlich nichts anderes machen als eben einen Kranwagen. Man kann den […]

Aus dem Kranwagen 4611, den es schon seit 1956 eingangs als 315/2 in kaum veränderter Form gab, kann man eigentlich nichts anderes machen als eben einen Kranwagen. Man kann den bescheidenen Funktionsumfang für einen verbesserten Spielwert erhöhen, aber das war es dann auch.

 Krupp Ardelt

Beim hier vorliegenden Exemplar wurde eine zweite Kurbel eingesetzt. Die neue Kurbel, weiter hinten im Gehäuse, dient der Wicklung der Kranhakenschnur, während die herkömmliche den Kranausleger bedient. Die sonst übliche Stellstange entfällt. Damit das Gewicht des Auslegers nicht ausreicht, um die Wicklung auf der Kurbel abzurollen, wurde der Faden über eine Umlenkung im Ausleger geführt.  Als Faden kam grauer Zwirn aus dem Nähkästchen der Göttergattin zum Einsatz.

Man kann nun noch einen Gedanken auf den Zug verwenden, in dem ein Kranwagen zweckmäßig mitgeführt wird. Der Kranschutzwagen in Form des Niederbordwagens dient nicht nur der Ablage des Kranauslegers.

Wie der Name sagt, schützt er vor allzu direkter Wirkung von Masseträgheitskräften auf die Lok. So gesehen ist die gezeigte Wagenreihung falsch, denn eine weitere Zugbildungsregel besagt, dass ein Kranausleger nicht in Fahrtrichtung weisen darf, da er sich lösen und verkanten könnte.

Das Fachpersonal für den Einsatz von Kranwagen – die sogenannte Rotte – muss selbstverständlich bei Wind und Wetter einsatzfähig sein und ggfs. auch mal über Nacht vor Ort bleiben. Das ermöglicht der ausgediente Packwagen 4003, der selbstverständlich als Werkstattwagen mit Küchen- und Kojenabteil umgebaut wurde (den Teil denken wir uns zumindest jetzt).

Werkstattwagen

 

Das endgültig fertiggestellte Exemplar wird neben geeigneten Beschriftungen auch einen Schornstein tragen, der auf das beheizbare Abteil hindeuten wird.

Über den Autor

Anselm Geske zeigt in der Rubrik "Bastelei" Ideen, Kuriositäten und Verbesserungen, die sich aus bzw. an Märklin-Artikeln unterschiedlicher Epochen realisieren lassen.