Anlage von Hr. B.

Bilder seiner Anlage mit Material aus den 60er Jahren sandte uns Herr B., zusammen mit einigen Informationen zur Geschichte:

“Ich war ab Anfang der sechziger Jahre stets begeistert von den Aufnahmen der Werks- oder Ausstellungsanlagen, die in den Märklinkatalogen, Gleisplanheften und im Märklinmagazin abgebildet waren. Ob einfach mit Gips und Abtönfarben modelliert oder aufwendig gestaltet und üppig ausgestattet wie die IVA-Anlagen oder “Th. Wittler’s Lehrschau” – es waren stets stimmige Anlagen mit einem gewissen Flair, solide gefertigt von Märklin’s Modellbauabteilung. Mangels Platz und handwerklicher Fähigkeiten war mir es seinerzeit nicht möglich, ein solches Niveau zu erreichen – aber eine ca. 2m² große Platte, die mehrfach umgebaut wurde, bot trotzdem genug Spielspaß. Als dann ein geeigneter Raum zur Verfügung stand, fiel die Entscheidung – trotz großen Interesses an einer zeitgemäßen, modernen Modellbahn – eine Märklin-Anlage im Stil der sechziger Jahre zu bauen. Dazu kam selbstverständlich nur authentisches Gleismaterial und Zubehör (Faller, Kibri, Vollmer, Brawa, Wiking) in Frage. Die Steuerung geschieht nach altbewährter Art analog über Stellpulte; mehrere Trafos versorgen die Stromkreise. Nach fünfzehn Jahren ist die Anlage zwar immer noch nicht fertiggestellt (optische und technische Verbesserungen warten, eine Erweiterung für einen Rangierbahnhof ist in Planung), bietet aber stets eine entspannte Zeitreise vierzig Jahre zurück.”

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Über den Autor

Frank Ronneburgs besonderes Interesse gilt den sogenannten „Händler- oder Werbeartikeln“. Dazu zählen alte Werbeschilder, Ausstellungsdisplays oder Händleranlagen – Ausstellungsstücke, welche speziell für Modelleisenbahn-Händler gefertigt wurden. Ein sehr exklusives Stück – die Märklin Sonnenuhr – konnte so vor einiger Zeit, nach langer Suche aus Schweden und einem Transport von über 2000 Kilometern, wieder öffentlich in einer Ausstellung präsentiert werden. Ein ganz besonderer Fund für Frank Ronneburg, da dieses Schaustück nach aktuellem Kenntnisstand weltweit nur noch einmal existiert. Seit Jahren betreibt Frank Ronneburg erfolgreich die Seite tischbahn.de, eine Plattform für Liebhaber und Sammler von historischen Modelleisenbahnen. Hier werden regelmäßig aktuelle Fachartikel veröffentlicht und begehrte Sammlerstücke - deren Besonderheiten und Marktwert - fachkundig präsentiert. Seine langjährige Erfahrung, Fachkenntnisse und Passion stellt der Experte als Kurator für zahlreiche Ausstellungsprojekte in ganz Deutschland unter Beweis. Zuletzt kuratierte er im Juni 2012 eine Ausstellung im Deutschen Technikmuseum Berlin und war Experte bei Auctionata für die Auktion "Märklin Eisenbahn aus privater Sammlung" im Mai 2013.