Eine hab ich noch

Von der E63 war auf Tischbahn.de bereits mehrfach die Rede, auch von Restaurierungsprojekten: http://tischbahn.de/index.php/2006/06/10/gut-im-lack-br-e63-ceb8003002/ Dem sei noch eine weitere Variante hinzugefügt, die auch in Wirklichkeit in Stuttgart und München guten […]

Von der E63 war auf Tischbahn.de bereits mehrfach die Rede, auch von Restaurierungsprojekten:

http://tischbahn.de/index.php/2006/06/10/gut-im-lack-br-e63-ceb8003002/

Dem sei noch eine weitere Variante hinzugefügt, die auch in Wirklichkeit in Stuttgart und München guten Eindruck gemacht hätte. Ein Motiv oder Vorbild für diese Farbgebung lag nicht vor.

Eine ranzige E63 in rot mit reichlich Lackschäden ließ sich aufstöbern, um noch ein Farbkleid auszuprobieren, das ganz nett zu werden versprach.

In der Auswahl waren verschiedene Blautöne. Dem hier gewählten Ton wurde eine Spur Silber beigemengt, das sich aufhellend auswirkt. Unter dem matten Klarlack wirkt der Farbton letztlich noch heller.

Hier das Modell in der bereits gespachtelten, verschliffenen und grundierten Form. Vollständig entlackt wurde sie vorher nicht, nur kräftig abgebürstet, um losen Lack zu entfernen (no risk no fun):

Auf die Grundierung mit einem Kunststoff-Primer von Tamiya (Sprühdose) wurde der stark verdünnte Farbton 351 von Revell gespritzt.

Das Dach und die Beschriftungen wurden mit dem Metal Cote 27007 von Humbrol abgehoben. Ebenso die Teile unterhalb des Umlaufs.

Hierfür eignet sich der rote Humbrol Farbton 174; so auch für die Ausbesserung der Radspeichen und Pleuelstangen. Besonders intensiv heben sich unter dem so lackierten Gehäuse die roten Räder und die silbernen Griffstangen ab.

Die Lok wird Neben- bzw. Privatbahndienste übernehmen und könnte hierfür noch eine markante Beschriftung erhalten. Braunrote oder ockergelbe Donnerbüchsen könnten dieses Erscheinungsbild noch toppen. Aber das wäre schon wieder ein gesondertes Bastelprojekt.

Zu guter Letzt ist noch eine angemessene Verpackung an der Reihe. Von einem Fräsersatz war eine Holzschatulle übrig, deren Abmessungen passten. In den Boden wurde eine Lage Moosgummi eingepasst und mit Bleistift die Umrisse der Lok auf ein Buchensperrholz übertragen. Dieses wurde dann doppelt aufeinander geleimt und mit einer guten Stichsäge ausgesägt. Alle Kanten und Sägeflächen werden noch überfeilt und fertig ist das Schmuckstück.

Über den Autor

Anselm Geske zeigt in der Rubrik "Bastelei" Ideen, Kuriositäten und Verbesserungen, die sich aus bzw. an Märklin-Artikeln unterschiedlicher Epochen realisieren lassen.