Reif für die Insel: die E 800 LMS

E 800 LMS - Detailansicht / Artikelnummer

Zu den legendären Maschinen des frühen Spur 00 Programms aus dem Hause Märklin zählt mit Sicherheit die englische E 800 LMS. In den Jahren 1938 und 1939 wurden nur wenige Exemplare dieser Lokomotive mit der Achsfolge 4-4-0 (oder 2’B) für den englischen Markt gefertigt. Die Beschriftung „LMS“ steht für „London Midland Scottish Railway„.

Das Gehäuse ist im wesentlichen aus Messingblech gefertigt, einige wenige Teile bestehen aus Zinkdruckguss. Die Beschriftungen wurden in goldener Farbe aufgebracht. Ein passender, dreiachsiger Tender gehört natürlich ebenfalls zu der E800 LMS.

Verkauft wurde die E 800 LMS einzeln, aber auch in der Zugpackung E 842 mit den passenden Wagen 342 E (siehe hierzu auch „Englischer Adel: die Wagen 342 E und 343 E der LMS“ und „Echte Raritäten: die Wagen 352E LMS und 353E LMS„) angeboten. Die in gängigen Veröffentlichungen genannte Zahl von wenigen Dutzend produzierten Maschinen bezieht sich vermutlich auf die einzeln verkauften Exemplare – Zugpackungen nicht mitgerechnet. In jedem Fall gehört die E 800 LMS zu den ganz großen Raritäten im Spur 00 Bereich.


E800-2

Die Firma Ritter hat einen Nachbau dieser Maschine angefertigt und in einer kleinen Auflage angeboten, einige wenige Maschinen wurden auch grün lackiert und als LNER beschriftet.

Dank an Stefan für den Fototermin!

3 Kommentare zu “Reif für die Insel: die E 800 LMS

  1. Wie schon gesagt, die Zahl der gebauten Maschinen ist umstritten.

    1981 schlugen die Wellen um die E 800 besonders hoch (vergl. z.B. Koll 1982, S. 36-38). In der Zeitschrift „DER SPIEGEL“ 17/1981 wird in einem launigen Artikel Rolf Richter zitiert, der gar von einer prall gefüllten Kiste mit 50 unversehrten Maschinen in seinen Beständen sprach.

    In der zweiten Ausgabe nach dem Kriege berichtete Werner Böttcher in seinem „FERN-UNTERRICHT für Modelleisenbahner“ im Lehrbrief IV/35/36 vom März/April 1946 auf der Seite 135 über „Wenig bekanntgewordene Industrieerzeugnisse“. Interessant ist hier die Tatsache, dass Böttcher einen Preis nennt, der für ein Angebot der E 800 auch im Reich spricht:

    „Die Katalognummer der Lok war E 800 und sie kostete im Verkauf 25,- Mark.“

    Vielleicht sind nicht „wenige Dutzend produziert“, sondern nur wenige am Inlandsmarkt abgesetzt worden…

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