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6 thoughts on “S870 – Märklins einzige Uhrwerklok in Spur H0

  1. Dazu gleich drei Kommentare:

    Leider wird der extrem seltene Kippwagen auch schon seit den späten 1970ern nachgemacht (gefälscht), denn die handwerklichen Anforderungen sind nicht gerade hoch. Originale Wagen sind aber aus schwarzem Kunststoff, silbern lackiert, so ist ein verschrammtes Exemplar immer glaubwürdiger als „mint“.

    Der Schlüssel der Lok entspricht den Schlüsseln wie sie zum Metallbaukastenmotor 200F (1939) und zu den Autos der 5522-Serie (~1/43 mit Uhrwerk) geliefert wurden.

    Zur S870 wurden auch passende, zweiachsige, „Streamliner“ aus Kunststoff entwickelt. Die wirklich häßlichen Wagen in rot und grün wurden 2003 in der „Mythos Märklin“ -Ausstellung in Tübingen erstmals öffentlich gezeigt und sind im gleichnamigen Austellungskatalog auf Seite 159 abgebildet. Die Entscheidung die Wagen nicht auf den Markt zu bringen muß erst recht kurz vor Serienstart gefallen sein, denn die „Prototypen“ sind kein Messingurmuster sondern aus einem Werkzeug gespritzte Teile.

    1. Der 200 F erschien bereits 1938. Im Neuheitenblatt 1938 ist der Schlüssel anders als in den Katalogen sogar mit abgebildet. Der Motor 200 F blieb bis 1942 im Programm.

      Der Schlüssel mit der Ersatzteilnummer „4516/000“ paßt zu den Artikeln 1081, 1088/00, 5251, 5252, 5261 und (wie wir gelernt haben) auch zu dem Motor 200 F.

      Viele Händler greifen damals wie heute auf diesen häufigen Schlüssel zurück, wenn er bei einer S 870 fehlt. Ein guter Fälscher vernickelt den Vorkriegsschlüssel aber vorher, denn der ansonsten gleiche Nachkriegsschlüssel der S 870 sollte gerne vernickelt sein…

      Bodo Schenck

  2. ich bin im Besitz einer solchen silbernen Kipplore, welche angeblich original sein soll. Nur ist der Kunsstoff unter dem silbernen Lack nicht schwarz, sondern ein mittleres Grün, keinesfalls aber rot. Kann mir einer der Experten weiterhelfen, ob seinerzeit von Märklin auch solche grünen Grundkippen gefertigt wurden. Das Untergestell paßt zum Baujahr.

    Vielen Dank und viele Grüße

    Stefan Burkhard

  3. Als Kind hatte ich den silbernen Kippwagen mit rotem Kunststoff-Grundkörper. Ich gehe nicht davon aus, dass 1962 schon Nachbauten davon in Umlauf waren.

    Wenn es da auch schwarze und blassgrüne Grundkörper gibt, hat hat M. anscheinend im Jahr 1953 auch Reste von Kunststoffgranulat, die von der Produktion anderer Teile übrig waren, zur Kippmulde verspritzt und die dann silbern lackiert. Die Grundfarbe ist ja egal, wenn der silberne Lack drüber kommt. Aber ich gehe davon aus, dass das eher selten ist. Das Wahrscheinlichste ist IMHO, dass die meisten der Grundkörper aus der normalen roten Produktion entnommen und überlackiert wurden.

    Gruß

    Josef

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