Graue Eminenz: der Stuttgarter Bahnhof von 1947

Für die Spur 0 konzipiert, aber auch einige Zeit für die Spur 00 angeboten, wurde der legendäre Stuttgarter Bahnhof von Märklin. Dieses komplett aus Blech gefertigte, zweiteilige Gebäude wurde bereits ausführlich im dem Artikel “(Zu) Großer Bahnhof – der “Stuttgarter” für Spur 00” vorgestellt.

Weniger verbreitet ist von diesem imposanten Gebäude die nur im Jahre 1947 produzierte, graue Version. Grund genug diesen im folgenden kurz vorzustellen. Der Stuttgarter Bahnhof wurde unter den Artikelnummern 2039B/0 (Turmteil), 2038B/0 (Hallenteil) und 2039G/0 (Hallen- und Turmteil) in der Spurweite 0 geführt.

Der Turmteil misst in der Spurweite 0 48 x 20,5 x 35,5 cm, der Hallenteil ist mit 35,5 x 20,5 x 19,5 cm nur unwesentlich kleiner. Im Jahre 1947 wurde die Produktion wieder aufgenommen, bei dieser Variante sind die Wände jedoch grau lackiert worden. Der Vertrieb zu dieser Zeit erfolgte über die Amerikanischen PX Läden (“Post Exchange”), die Exemplare aus dieser Zeit sind mit Amerikanischen Flaggen auf dem Turmteil ausgestattet, die Artikelnummer am Gebäude ist nicht aufgedruckt.

Die Landesstelle für Museumsbetreuung Baden-Württemberg hat einen Bericht zum Stuttgarter Bahnhof veröffentlicht, die Bilder stammen von tischbahn.de.

6 Kommentare zu “Graue Eminenz: der Stuttgarter Bahnhof von 1947

  1. Blechgebäude – zweifellos sehr schön anzusehen, aber preislich eine Liga, zu der man sich gehaltsmäßig erst mal emporarbeiten muss.
    Mein Modellbahnerdasein wird ohne auskommen müssen. Mir muss es reichen, so etwas auf dieser Seite hier zu bestaunen. Das ist aber halb so wild, wenn man sich den Holzbau im Stil der Vor- und Nachkriegsjahre selbst zutraut. Wieder ein Konkurrent um diese heiß begehrte Ware weniger.

  2. Die drei Artikel sind im Katalog D 47 aufgeführt, und zwar nur im 00 Angebot. Ob aber alleine das Jahr 1947 als Angebotszeitraum dieser Ausführung zutrifft ist fraglich. Das Katalogsystem D 47 wurde noch bis in den Herbst 1949 durch Herausgabe von Nachträgen und Preislisten gepflegt. Der D 47 blieb zunächst auch noch nach dem Erscheinen des D 49 Referenzdokument für die Artikel der Spur 0. Ab 1949 wird das Empfangsgebäude wieder der größeren Spurweite zugeordnet und bleibt dort bis in den Sommer 1950 im Programm.

    Bodo Schenck

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