(Zu) Großer Bahnhof – der „Stuttgarter“ für Spur 00

Der Stuttgarter Bahnhof ist mit Sicherheit eines der legendären Märklin Produkte, insbesondere für den Sammler und Fahrer in der Spurweite 00/H0 mit historischem Rollmaterial. Ursprünglich für die größeren Spurweiten 0 und I, mit unterschiedlichen Abmessungen, konstruiert und ab 1930 in den Katalogen aufgeführt wurde dieser imposante, zweiteilige Bahnhof zum Schmuckstück auf den Anlagen der damaligen Zeit.

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Das Bild zeigt im Vergleich zu einem dreiteiligem ST800 die gewaltigen Ausmaße dieser Rarität.

Zunächst wurde das offensichtliche Vorbild, der Hauptbahnhof in Stuttgart, in den Produktbeschreibungen der Kataloge nicht erwähnt. Das Modell wurde als „äußerst wirkungsvolle Nachbildung eines moderenen Bahnhofsgebäudes“ beschrieben und als Großstadt-Bahnhof aufgeführt. Erst in den Katalogen ab 1938, also passend zum Programm der noch neuen Spurweite 00, wurde auf das Vorbild des Hauptbahnhofes in Stuttgart verwiesen.

Das große Vorbild des Bahnhofs steht in der Baden-Würtembergischen Landeshauptstadt und ist noch heute in Betrieb. Der Bahnhof wurde von den Architekten Paul Bonatz und Friedrich E. Scholer gebaut. Sie gewannen 1912 den 1. Preis eines Wettbewerbs für den Stuttgarter Hauptbahnhof und somit den Bauauftrag. Mit den Erdarbeiten wurde 1914 der Grundstein für den Bahnhof gelegt. Die Bauarbeiten wurden durch den Ersten Weltkrieg verzögert. Auf eine gläserne Bahnhofshalle, die die Gleise überspannen sollte, wurde verzichtet. Am 21. Oktober 1922 wurde der neue Hauptbahnhof offiziell eröffnet. Erst am 17. Dezember 1927 war die endgültige Fertigstellung – jetzt waren alle Bauarbeiten abgeschlossen. Am 15. Mai 1933 wurde die Elektrifizierung der 17 Gleise abgeschlossen (Quelle: Wikipedia).

 

Im Modell wurde dieses Gebäude mit beigen Wänden im Spur 00 Katalog ab 1938 aufgeführt. Beide Teile des Stuttgarter Bahnhofs sind mit grün lackierten Flachdächern ausgestattet, diese sind an den Ecken rotgolden abgesetzt. Die Wände weisen eine Steinprägung auf, selbstverständlich ist das komplette Modell aus Blech gefertigt. Die Grundplatte verfügt über Löcher für die mitgelieferte Beleuchtung, im Turm ist eine zusätzliche Halterung für die Beleuchtung vorgesehen.

Der Stuttgarter Bahnhof wurde unter den Artikelnummern 2039B/0 (Turmteil), 2038B/0 (Hallenteil) und 2039G/0 (Hallen- und Turmteil) in der Spurweite 0 geführt, in der Spurweite I wurde den Artikelnummer statt der „/0“ die „/I“ angehängt. Wie schon an den Artikelnummern zu sehen, gehört dieses Modell nicht in das Märklin 00/H0 Programm, die Spur 0 Version wurde aber mit identischen Nummern, ohne den Zusatz „/0“ ab 1938 in das 00/H0 Sortiment aufgenommen.

Da beide Teile des Bahnhofes, wohl aus Platz- und Kostengründen, auch einzeln zu erwerben waren, ist der Turmteil deutlich häufiger anzutreffen, viele historische Bilder von Anlagen zeigen auch lediglich den Turmteil, nur wenige Tischbahner hatten den notwendigen Platz für beide Teile des Bahnhofes. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, das dies ebenfalls für die Spur 1 Variante gilt, wobei der „Stuttgarter“ in der großen Spurweite noch seltener anzutreffen ist.

Der Turmteil misst in der Spurweite 0 48 x 20,5 x 35,5 cm der Hallenteil ist mit 35,5 x 20,5 x 19,5 cm nur unwesentlich kleiner, der Platzbedarf für eine Tischbahn Anlage mit diesem Bahnhofskomplex ist schon recht beachtlich, zumal noch Gleise und einige Bahnhofshallen (beispielsweise der Märklin Artikel 424B) hinzukommen.

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Links Hallenteil 2038B, 2. Version von 1947, rechts Turmteil 2039B, 1. Version von 1938-39.

Das Bahnhofsvorfeld läßt sich mit Märklin Fahrzeugen bestücken, so daß die Reisenden nach der Ankunft auch bequem weiterreisen können. Bedingt durch die aktuellen Ereignisse endete der Vertrieb des Stuttgarter Bahnhofs im Modell zunächst im Jahre 1939.p1090213.JPG

p1090202.JPGIm Jahre 1947 wurde die Produktion wieder aufgenommen, beidieser Variante sind die Wände jedoch grau lackiert worden.

Einen Artikel zu dieser grauen Variante finden Sie hier.

Der Vertrieb zu dieser Zeit erfolgte über die Amerikanischen PX Läden („Post Exchange“), die Exemplare aus dieser Zeit sind mit Amerikanischen Flaggen auf dem Turmteil ausgestattet, die Artikelnummer am Gebäude ist nicht aufgedruckt. Bei den aufgedruckten Artikelnummern wurde der Schrägstrich (beispielsweise 2039/0) weggelassen, so das sich die Nummer 20390 ergibt, die Beschriftung in dieser Weise war bei Modellen der Spur 0 durchaus häufiger anzutreffen.

p1090208.JPGDie hier gezeigten Teile des Stuttgarter Bahnhofes stammen aus der Produktionszeit vor und nach dem zweiten Weltkrieg. Verfügt der Turmteil übder die typischen beigen Wände der Zeit von 1938 bis 1939, so ist der Hallenteil aus dem Jahr 1947 und somit mit grauen Wänden ausgestattet. Auf der Tischbahnanlage läßt sich dies durch Bauarbeiten erklären, die Maler sind eben noch nicht ganz fertig mit der Arbeit.

Lange Zeit wurde vermutet, das um 1947 im Hause Märklin geplant wurde, den Stuttgarter Bahnhof als Modell zu modernisieren. Vom Prototypen existiert noch folgendes Bild, welches sich im Katalog 1947 findet. Es stellte sich jedoch vor einigen Jahren heraus, daß dieses Bild bereits auf einer Einladungskarte für Handler zur Frühjahrsmesse 1930 in Leipzig verwendet wurde. Somit ist davon auszugehen, das dieses Bild vom Urmodell aus der Zeit um circa 1929/1930 handelt und lediglich für den Katalog 1947 wiederverwendet wurde.

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Auffällig ist hier, daß der Eingang des Hallenteiles dem Vorbild entspricht. Die Halle mit Säulen blieb bestehen, der komplette linke Teil wurde mit einem neuen Eingangsgebäude und einem Verwaltungstrakt versehen. Im Vergleich zum großen Vorbild zeigt sich, daß der linke Teil in dieser Form durchaus korrekt wiedergegeben ist. Ob das Urmodell in dieser Ausführung heute noch existiert ist nicht bekannt.

Bereits im Nachtrag zum Katalog von 1947 wird der Stuttgarter Bahnhof nicht mehr aufgeführt und der Nachfolger wird als „Moderner Großstadtbahnhof“ gefeiert. Auch dieses Modell konnte in verschiedenen Teilen (419 Hauptgebäude, 415 Bahnhof, 423 Bahnsteig) erworben werden. Doch das ist eine andere Geschichte…

Die Landesstelle für Museumsbetreuung Baden-Württemberg hat einen Bericht zum Stuttgarter Bahnhof veröffentlicht, die Bilder stammen von tischbahn.de.

21 Kommentare zu “(Zu) Großer Bahnhof – der „Stuttgarter“ für Spur 00

  1. Lieber Herr Ronneburg,
    die Märklin-Abbildung des Stuttgarter Bahnhofs aus dem Katalog 1947 zeigt keine Neuentwicklung! Ganz im Gegenteil -es ist die Ur-ABBILDUNG, das damals zur Einführung auch als Abbildung die Einladungskarte zur Leipziger Messe zierte. Warum ich Abbildung betone? Ich besitze ein Handmuster des linken Hallenteils ohne Steinprägung -aber mit dem üblichen Eingang! Was natürlich nicht ausschließt, dass es auch ein Handmuster mit offenem Durchgang gegeben haben kann.
    Warum dann diese „Lochabbildung“ wieder 1947 auftaucht, ist nicht geklärt, sollte aber wohl keinesfalls eine Neuentwicklung werden.Das haben spätere Nachfragen bei Entwicklern ergeben. Ursprünglich habe ich auch an eine 1947er Neuentwicklung geglaubt -und darüber sogar publiziert. Man lernt nie aus.
    Botho G. Wagner – Obertshausen

  2. Hallo Kollegen,

    Zum Stuttgarter Bahnhof hab ich noch was zu sagen. Ich besitze einen Turmteil das ganz identisch zur normalen Ausführung ist, bis auf eines: der Sockel ist viel grösser als das Gebäude selber, und somit kann gar kein Hallenteil ohne Spalte daneben geschoben werden. Der Sockel ist von unten noch mit einer zusätzlichen Balken versehen, der das ganze stabil macht. Braun-beige.
    Nun frage ich mich, ob dies eine ganz frühe oder eine kurzzeitige Nachkriegsausführung ist. Bekanntlich unterscheiden sich die Türme (Fenstergitter hinterlegt bzw. ausgeprägt); aber der Turm könnte ja mal von einem Vorbesitzer ausgewechselt sein.
    Weiss einer mehr dazu?
    Besten Dank,
    Evert Dekker

  3. Lieber Herr Ronneburg,
    Sie schreiben, dass die Produktion 1947 wieder aufgenommen worden ist. Märklin produzierte schon 1945 wieder, zumindest ab August ist das nachgewiesen durch eine Betriebsanleitung mit diesem Druckdatum. Angenommen wird Juni/Juli. Es ist wohl auch so, dass zumindest bis 1943, wenn nicht gar 1944, Spielzeug für den Export produziert worden ist, wenn auch in geringen Mengen und neben eher kriegswichtigen Dingen. Diese Feststellung ist übrigens allgemein und gilt auch für Nürnberger und Brandenburger Hersteller. Interessante Details zur Fertigung im Krieg und in der ersten Zeit danach finden Sie in meinem Bericht „Die Spielzeugfertigung im Zweiten Weltkrieg“ in der Zeitschrift „Altes Spielzeug“, Heft 3 vom Mai 2005
    Freundliche Grüße
    Botho G. Wagner

  4. Hallo Herr Ronneburg,
    als Ergänzung zur Produktionsaufnahme von Märklin nach dem 2. Weltkrieg möchte ich auf die Deutsche Wochenschau von Ende September 1945 – Welt im Film – Nr. 23 hinweisen. Hier wird unter dem Titel – Göppingen -Eine friedliche Industrie-
    über die Produktionsaufnahme von Märklin berichtet. Es wird die Montage des Modells SK 800 E gezeigt. Eine Schaufenster- anlage mit SK 800 und 4 350er Wagen und mit einer nur im Schattenriss zu erkennenden RS 800N(?). Mehrere amerik.GI´s, die mit dem Inhaber des Geschäfts in einem 1936er(!) Märklin Katalog blättern, sich Vorführanlagen von Märklin anschauen und schließlich mit einem großen Paket voll Märklineisenbahn das Geschäft verlassen. Freundliche Grüße Hans-Gerd Schiffer

  5. Hallo liebe Sammlerfreunde,brauche Hilfe
    Ich benötige für eine Restauration die Ral-Nr.der verwendeten Farbtöne für den Güterschuppen art.428/1. bei dem die wände einen gelberen ton – die bodenplatte oliv/beige war.
    Desweiteren die Raltöne für den art.424/B/2.vers.mit den Grüntönen Dach und Gelbtöne Aufbau.
    hoffe es kann mir von Kompetenter Seite geholfen werden.
    meine e-mail lautet:studio@allstar-tattooz.de
    mfg
    AS

  6. Antwort zur Anfrage von „andreas 2“:
    Es handelt sich bei Märklin-Lackierungen um keine RAL-Farben. Es sind hauseigene Abtönungen, Spirituslacke und auch später (bei Fahrzeugen) Nitrolacke, die in der Vorkriegszeit meist mit klarem (Kopal-)Spirituslack zum Schutz überzogen worden sind, was die ursprüngliche Farbwirkung heute meist deutlich verändert hat. Wenn man mit einem Originalteil mit Lackresten zu einem guten Farbengeschäft geht, kann man sich dort meist ziemlich passende Töne abmischen lassen. Und wer nicht selbst daheim spritzen kann, kann sich sogar damit Spraydosen füllen lassen. Es ist dabei auch ein Unterschied, ob man sich die ursprüngliche und vom Decklack gereinigte Farbe mischen lässt oder den heutigen Zustand optisch imitieren will. Hier ist es auch zu überlegen, ob man später eine optische Alterung mit dem aufbereiteten Decklack vornehmen will. Will man es fachgerecht machen, ist das schon eine Sache, zu der man Erfahrung mitbringen muss. Und deshalb noch was: Es gibt Restauratoren, die erstklassige Lackarbeiten liefern. Wenn das Stück höherwertig ist, sollte man das eigenen Experimenten vorziehen. Es ist auch zu beachten, dass sich die modernen Acrylfarben meist nicht mit Farben auf anderer Basis vertragen. Gegebenenfalls muss der alte Lack komplett entfernt und eine gute (neutrale)Grundierung eingesetzt werden. Das ist meine Erfahrung aus rund 40 Jahren Sammlertätigkeit.
    Botho G. Wagner/Obertshausen

  7. Hallo AS,

    ich habe mal eine Nachbau Tür für diesen Schuppen neu lackiert. Dazu habe ich die original Tür (eine hatte ich ja noch…) mit in den Laden genommen und mit dem Deckel der Revell/Humbrol Dose verglichen… dann schön mit dem Pinsel lackiert und… man sieht den Unterschied nicht wenn man es nicht weiss… 🙂

    Das Aussuchen der Farben wird so funktonieren, aber bitte die großen Flächen nicht mit dem Pinsel lackieren, das geht schief 😉

    Frank

  8. Hallo,
    danke für die Info.Bei meinen 2 Problemfällen handelt es sich um Teile bei denen die Farbe komplett fehlt,die Ral-nr. sollten mir nur als anhalt dienen,da man die Farben schlecht beschreiben kann.Im koll usw.sind die angaben mehr als dürftig.
    Das die Farben altern und in Farbton sich verändern (Kopal-usw.) ist mir bekannt.
    Ich bin aber von einigen „Restauratoren“ nicht überzeugt das Sie Ihr Geld wert sind!
    Deshalb Habe ich meine Objekte immer selbst rest.-aber leider habe ich keine so frühen Vergleichsstücke.-und bin damit super gefahren -Sammlerfreunde wollen mir ständig Ihre Sachen aufdrängen.
    Hauseigene Abtönnungen halte ich für ein Gerücht,es handelt sich hier um „altes“ Spielzeug,welches seinerzeit mit handelsüblichen Industrielacken versehen wurde.
    Allerdings gab es Vk ein leicht anderes Ralverzeichnis und in den 1935-1942 sind viele Farben mit „Ersatz-stoffen“hergestellt worden.-Dieses sieht man auch bei anderm antiken Spielzeug,wo es zB zu hässlichen Verfärbungen kommt…
    Ich glaube nicht das Märklin zB zu üblichen 23 Grautönen sich die Mühe machte und Farbton 24 grau anmischen ließ um einen Bahnsteig 422 gefälliger zu lackieren-da wurde auch schon hart kalkuliert…

  9. Andreas 2,
    Sie können es ruhig glauben, zu Zeiten der Blechbahnen(!) hat Märklin die Farben im Haus gemischt, komplett mit allen Komponenten! Das haben uns vor rund 30 Jahren die alten Meister des Hauses berichtet -da gab es für die groben Harzbrocken sogar eigene Mühlen. Die so genannte „Spiritusbude“ hat auch öfters mal gebrannt. Die Farbpigmente fielen, je nach Lieferung, mal heller und mal dunkler aus -und dann wurden da auch noch Reste vermischt…Also, das hatte rein gar nix mit RAL zu tun.
    Botho G. Wagner/Obertshausen

  10. Gut,das ist eine Erklärung mit der ich etwas anfangen/nachvollziehen kann.Ich wollte ja keinesfalls Ihre Erfahrung anzweifeln,da ich auch schon oft bei Ihnen auf GTM war,Ihre Bücher kenne usw.
    Aber Sie müssen zugeben,das in der Sammlerszene auch viel Halbwissen herrscht,und die alten Hasen ungern Ihr wissen/Tricks verraten.Mit dem Effekt,das die Sammler immer mehr verunsichert u. abgezockt werden.-oder ist es normal wenn man vom „Restaurator“ eine A4 Hefterfolie für 25,-€-als celon Scheibe A4 verkauft bekommt die im Schreibwaren Laden 0,70,- kostet usw.

    Herr Wagner-wurde dies auch noch nach 1953 so gemacht,da wurden doch keine Spiritus Farben mehr verwendet?

  11. Antwort an Andreas 2:
    Ja, so um 1953 gab es wohl einen deutlichen Umbruch. Man kann das vielleicht festmachen am Ende der Spur 0: Produktionsende 1954/letzte Preisliste zum Sonderkatalog 1955. Damals hat sich viel geändert in der Produktion.
    Ihre Meinung zu den Restauratoren teile ich einerseits -es ist wie im wirklichen Leben: es gibt solche und solche. Ihre Story mit den Plastikstreifen ist schon schlimm; das stößt böse auf. Andererseits gibt es hervorragende Leute und die guten Restauratoren sind eigentlich allgemein bekannt in Sammlerkreisen. Die anderen auch. Sicher, gute Restauratoren sind nicht gerade billig (aber meist preiswert) und deren Lieferzeit ist oft überreichlich lang. Wer da schon über 70 Jahre alt ist, könnte unter Umständen Pech haben… (kleiner Scherz).
    Ich denke, wir sollten damit hier das Thema abschließen, um die Kollegen nicht zu langweilen. Wir können uns bei Bedarf über Email austauschen.
    Botho G. Wagner/Obertshausen

  12. Hallo Sammlerfreunde,
    da ich gerade eine Bahnhofshalle art.nr.424/B am restaurieren bin-hier 2 Fragen an die Sammler-Gemeinde:
    1.Wurde für das Glasdach durchsichtiges o. undurchs. Cellon verwendet?
    2.Hat ein Sammler 4 alte Beleuchtungssokel über,welche er an mich veräußern würde?(art.nr.481)Stoffkabel brauche ich nicht unbedingt.
    kontakt: studio@allstar-tattooz.de
    mfg. AS

  13. Eine späte Antwort zu 424B:
    1) Die Fensterscheiben sind durchsichtig. Ich kenne keine andere.
    2) Die Beleuchtungssockel 481 in 424 B waren meist zwar dreifüssig (dünnes Blech), aber gerade im letzten Produktionsjahr 1951 wurde der 481 auf die rechteckige Form (dickeres Metall, glänzend vernickelt) geändert. Der erste rechteckige 481 hatte dann auch noch Füsse die sich unten ausbreiteten. Da musste auch die Sockelaufnahmen in der Bahnhofshalle geändert werden. Sie wurden vergrössert und rechteckig ausgeformt.
    Kibri hatte auch dreifüssige Sockel, messing, aber etwas grösser als die märklinschen. Sie passen mit etwas Gewalt.
    Evert Dekker, Doetinchem

  14. Es fehlen die Seitenflügel *g* – ist ja schon wie in der Zukunft, nach der Fertigstellung von Stuttgart 21. Aber sonst ein sehr schönes Modell 😉

  15. Nachdem sich die Großen der Zunft (Hans Zschaler, zuletzt im Eisenbahn Modellbahn Magazin 12/2010, S. 81/82) (Frank Ronneburg, zuletzt im Märklin Magazin 1/2011, S. 108 – 113) (Botho G. Wagner, zuerst in Puppen und Spielzeug 2/1981, S. 40 – 44) schon geäußert haben, bleiben mir nur ein paar Worte zum Ende des Bahnhofsgebäudes. Bekannt ist, dass die Artikel 2038 B, 2039 B und 2039 G ab 1938 auch im 00 Programm geführt worden sind. Dies blieb aber nicht immer so. Die Zuordnung auch zu dieser Spurweite endete nach rund 10 Jahren mit Erscheinen des Detailkataloges D 49 im Jahre 1949. Wie Botho Wagner 1981 richtig schrieb, ist der Bahnhof in diesem Katalog nicht aufgeführt. Damit endet die Geschichte als 00 Artikel.
    Aber es gab ihn weiter zu kaufen. Im genannten Katalog D 49 wird auf der zweiten Umschlagseite für das Spur 0 Programm auf den (weiterhin gültigen) Katalog D 47 (!) verwiesen. Im Juni und im August 1949 erscheinen die Gebäude dann in den ersten beiden Ausgaben der Katalogreihe „Die große Spurweite 0“ (Die wohl letzte Preisliste für den D 47 entstand übrigens im September 1949. Zeitweise überlappten sich 1949 damit drei Katalogsysteme: D 47, D 49 und die Kataloge „Die große Spurweite 0“.). Ein später Nachweis für den Stuttgarter reicht bis weit in das nächste Jahr: Alle drei Artikel erscheinen noch in der schweizer Spur 0 Preisliste „1950/2“ („Ä 0650 r“), die ab dem 01.07.1950 galt.

    Chronik des Endes:

    Die Empfangsgebäude für die Spurweite I werden 1937 aus dem Programm genommen, bleiben aber bis 1938 lieferbar.

    Der Spur 0 Artikel „2039 GH/0“ wird zuletzt 1942 im Programm geführt.

    1949 endet die gleichzeitige Zuordnung des Spur 0 Gebäudes zum Spur 00 Programm.

    Das Spur 0 Bahnhofsgebäude ist Anfang Juli 1950 ausdrücklich noch im Katalogprogramm. Erst im Spur 0 Katalog vom September 1950 wird es nicht mehr aufgeführt.

    Bodo Schenck

  16. Hallo Herr Ronneburg,

    zur Beschreibung des Bildes mit der geänderten Einganshalle möchte ich anmerken, dass es sich links nicht um einen Verwaltungstrakt, sondern um das heutige Intercityhotel, früher wohl Reichsbahnhotel, handelt, welches im Empfangsgebäude untergebracht ist/war. Das ist zwar für das Modell zwar zunächst unerheblich, erklärt aber, warum der Eingang ein solch markantes Vordach gehabt hätte. Man wäre hier sehr nah am Vorbild geblieben. Weiterhin möchte ich bemerken, dass der Teil der rechten Halle incl. Turm der Ausführung des Bahnhofsgebäudes ab 1922 entspricht. Damals war der neue Bahnhof auf den heutigen Gleisen 9 bis 16 in Betrieb gegangen, der zweite Teil konnte erst später angebaut werden, da zunächst die Gleise und Gleisbrücken im Bereich des zweiten Empfangsgebäudeteils abzureißen waren, der alte Bahnhof befand sich ja weiter stadtwärts und so mussten erst alle alten Gleise abgebroche werden, bevor der zweite Teil des Empfangsgebäudes errichtet werden konnte.

    Mit freundlichen Grüßen

    G. Voss.

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