Tischbahn

8 Gedanken zu „Gut im Lack – BR E63 [CE800/CEB800/3001/3002]

  1. Sieht wirklich toll aus, Kompliment! Aber Nagelentferner ist wirklich sehr aggressiv und schnell ist der Kunststoff so beschädigt, dass alle Restaurierungsversuche vergeblich werden! Ich habe mehr als 20 Jahre alte Modellautos gesammelt und schöne Modelle auch ab und zu restauriert, wenn sie sehr bespielt waren. Dabei habe ich im Laufe der Jahre eine sehr gute Möglichkeit gefunden, Kunststoffkarossen „abzubeizen“! Im Baumarkt, z.B. im Obi, gibt es von der Firma „Mellerud“ verschiedene Reiniger auf Seifenlaugenbasis. Hier habe ich oft den Kunststoffreiniger oder auch den, billigeren (!), Grundintensivreiniger gekauft. Die bemalten oder beklebten Kunststoff-Karossen und sogar Scheiben in ein Glas mit dem Reiniger gelegt, und nach einigen Stunden, manchmal auch nach 1-3 Tagen, löst sich der alte Lack, ohne das der Kunststoff im geringsten beschädigt wird! Danach gründlich abspülen, fertig zum lackieren! Es fällt kaum Geruchsbelästigung an, der Reiniger kann immer wieder und sehr lange verwendet werden, ist also extrem ergiebig! Kunstoffe verziehen sich auch Jahre später nicht (Das kann aber mit Bremsflüssigkeit schon passieren!) und man kann sogar Metallmodelle auf diese Weise sehr preiswert entlacken! Bei Gummiteilen muss man aber vorsichtig sein! Sie werden weich oder fangen sogar an, sich aufzulösen! Auch mit extrem dünnen Kunststoffen, dünner als Papier, sollte man aufpassen, sie können sich, bei zu langer Einwirkzeit, verziehen! Märklinmetallautos und Loks lassen sich allerdings mit den Mellerud Produkten nicht gut entlacken! Dafür ist Nitroverdünnung besser geeignet (Aber leider auch giftiger!)

    So…ich hoffe, dieser Tip hilft vielen Sammlern- und Liebhabern von altem Spielzeug weiter! Ich habe übrigens, in den letzten 27 Jahren, mehr als 400 alte Modellautos, und auch ein paar Märklin Modelle, so restauriert 😉

    Schöne Grüße, Andreas Schreyer

  2. Hallo,
    habe mit Interesse diesen Bericht gelesen und habe was die Lackierarbeiten angeht mal eine Frage. Bereits 1952 habe ich eine Märklin-Anlage geschenkt bekommen und war bis heute immer ein Modellbahnfreund aber den aktiveren Teil dieses Hobbys habe ich bereits aufgegeben. Nun bin ich aber aufgrund eines Sterbefalls damit beschäftigt eine riesige Modellbahn-Palette (H0) zu verkaufen, wobei viele Loks aufgearbeitet werden müssen und dazu gehören auch Lackierarbeiten. Und nun zu meiner Frage: In diesem Artikel wird u. a. gesagt, dass Märklin die Modelle nicht grundiert hat. Auch Ihre Beschreibungen sagen darüber nichts aus. Eine neue Lackierung mit einer Revell-Farbe (Email) und mit einer Airbrush-Pistole aufgebraucht, ist meiner Ansicht nach sehr empfindlich. Dabei handelt es sich um Metallausführungen, die vor der Lackierung gründlich gesäubert wurden. Können Sie mir dazu etwas sagen. Auch Revell sagt hierüber nichts. Mit freundl. Grüßen! Hans-Günter Schimanski

  3. Hallo,

    die Beste ,aber auch die Aufwendigste Art Lokos farblich zu restaurieren ist die Variante (1komponenten) Nitrolacke zu verwenden!
    Diese können für Kunststoff-wie für Gußgehäuse verwendet werden(wie bei der orginal Lackierung ab Werk)
    Allerdings benötigt man dazu eine entsprechende Ausrüstung,Material und Übung (Vorsicht Gesundheits schädlich)

    Wenn Sie einige Spitzenstücke aus diesem Nachlaß aussuchen, wäre es ratsamer diese einem Fachmann(siehe unter Ersatzteile)
    zur Restaurierung zu geben,als an diesen Teilen selbst zu „Basteln“da dann oft mehr „kaputt“gemacht wird wie repariert!Da haben Sie dann mehr Freude mit.

    MfG
    AS

  4. Ich lese hier immer wieder etwas von Revell-Farben, die zum spritzen verwendet werden. Natürlich sind diese Farben bei fast jedem Spielwarenladen zu haben und auch nicht gerade teuer.

    Für mehr Zuverlässigkeit bzgl. gleichbleibender Farbtöne würde ich allerdings auf die Sortimente von Humbrol oder Testors zurückgreifen. Diese Farben verarbeiten sich meiner Erfahrung nach besser und sie werden in passenderen Grundtönen angeboten. Oft benötige ich von Revell 2-3 kleine Dosen, bis ein Lack treffsicher gemischt werden kann.

    Es mag mit der Dichte der Farbpigmente oder deren Korngröße zusammenhängen, dass sich die Mischungen oft auf weite Strecken hin kaum verändern und dann plötzlich zu kippen scheinen. Früher dachte ich, ich hätte einfach nicht ordentlich gerührt, aber bei Lacken anderer Hersteller klappt es ja.

    Zudem rate ich davon ab, Mattlacke und Glanzlacke zu mischen. Keineswegs muss daraus ein mittlerer Glanzgrad aller Komponenten entstehen. Ich beobachte eine Tendenz zu mehr Glanz als gut ist. Dem am Ende mit farblosem Mattlack beizukommen ist zwar möglich, aber eben auch unnötige Arbeit.

    Noch eine Anmerkung zur Grundierung von Zinkdruckguss. Es gibt eine farblose Metallgrundierung namens Mr. Metal Primer, die ich erfolgreich bei Matchbox-Autos im Einsatz habe. Ohne Grundierung können ganze Placken des durchgehärteten Lacks unvermittelt abplatzen. Ob andere Grundierungen speziell auf Zink genauso gut sind, kann ich nicht sagen, weil ich lieber bei einer bewährten Methode bleibe.

    Schöne Grüße aus Berlin

  5. Hallo zusammen,
    habe auch vor mir diese Lok zu restaurieren, jedoch finde ich nirgends den Grünton für die Lok, kann mir da jemand helfen. Und Hersteller bitte auch nennen ?

    Grüße aus Alfdorf

    1. Hallo

      Habe den Grünton gemischt mit Schminke Aero coloR lacke.
      Verhältnis 7 tropfen 28101 Supra Weiss
      22 tropfen 28502 Permanentgrün
      8 tropfen 28702 Schwarz.

      Grüsse aus Bad Bentheim

  6. Moin,
    ich habe den Tipp mit Mellerud ausprobiert, ebenfalls an einer E63. Interessanterweise ist die grüne E63 nackig komplett schwarz. Über Nacht klappt das mit Mellerud und einer alten Zahnbürste sehr gut. Fast geruchsfrei kann es einfach im Becher in der Spüle stehen. Für mich ein echter Vorteil und der Kunststoff sieht tadellos aus.

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