Tischbahn

3 Gedanken zu „SLR800 reloaded

  1. Super Umbau – da muss man wirklich zweimal hinsehen. Ich habe schon einige SLR restauriert. Die Nowack Gehäuse sind ok und schön schwer, was bei der Traktion von Vorteil ist. Vor der Lackierung empfehle ich das Nachgussgehäuse mit Zinn-Patina von Fohrmann zu behandeln. Dabei dunkelt der Nachguss stark nach und bekommt eine matte Oberfläche. Entstehen später Schrammen am Gehäuse, dann glänzt das Nachbauteil nicht gleich so unverschämt unter dem schwarzen Lack hervor. Ausserdem haftet der Lack so besser. Die Zylinder sollten keine Zierringe haben. Einen Tender bekommt man schon für 50 Euro in mittlerem Zustand. Will man eine LMS draus machen, so hat Franz auch die Aufreibebuchstaben dazu. Zierlinien an der Lok mit Revell silber auftragen. Diese greifen sich dann etwas ab (im Betrieb der Lok) und erscheinen so sehr originalgetreu.Fehlt nur noch eine Atrappe für die 700er Bürstendeckel…

  2. An diesem Umbau scheiden sich ganz sicher die Geister. Wann wird hier genau die Grenze von einem dem Original ebenbürtigen Nachbau zu einer modernistischen Spielerei überschritten?

    Beim Farbkonzept wohl nicht und auch nicht an der Außengestalt. Aber der Antrieb, die Holzteile, die Lampe und dann auch noch die Idee mit einer LED? Da stellen sich so manchem Puristen die Nackenhaare auf.

    Das soll aber niemanden hindern, seinen Entwurf frei Schnauze zu machen. Wer meckert, muss es erst mal selbst soweit hinbekommen. Bei einer Auftragsarbeit wäre ich allerdings sehr konservativ für meinen Teil. Da sollten schon so weit wie möglich Teile und Materialien verbaut werden, die den damaligen Entwicklern auch in den Sinn und in die Hände gefallen wären. Dennoch möchte ich allen großen Respekt zollen, deren Werk hier eingeflossen ist.

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