Immer im Kreis: das „MÄRKLIN“ Wunderrad

Bei Märklin verstand man es schon immer die Produkte spektakulär zur Schau zu stellen. Neben der Spielzeugeisenbahn wurde u.a. auch der Metallbaukasten über viele Jahrzehnte angeboten. Daher lag es wohl nahe, diese beiden Produkte kombiniert zu präsentieren.

So entstanden im Laufe der Zeit viele schöne Schaustücke für Messestände und Spiel­warengeschäfte, die durch ihre Bewegung und bunte Glühlampen die Aufmerksamkeit der Messebesucher und der Passanten vor den Geschäften auf sich lenkten.

Die große Zeit dieser Schaustücke reichte etwa von den 30er bis Mitte der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts, sie wurden den Spielwaren­händlern leihweise gegen Gebühr und zum Kauf angeboten.

Um die Funktionssicherheit der Schau­stücke zu gewähr­leisten mussten manchmal sogar Änderungen an den Loko­motiven vor­genommen werden. Diese Änderungen, z.B. die Einführung von Haft­reifen zur besseren Kraftübertragung dürfte wohl dazu göhren, flossen später teilweise in die Serienproduktion ein.

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Das Wunderrad wurden zwischen 1954 und 1957 unter der Bestell­nummer BKM 7 ange­boten, und ist fast ausschließlich aus den Teilen der Metallbau­kästen gebaut.

Zum Betrieb wurden drei Transformatoren verwendet von denen zwei alleine für die Beleuchtung eingesetzt wurden. Ein Teil der Beleuchtung – zwei Lampen in der zylindrischen Laufschrift hinter dem Rad und zwei Lampen welche die Lokomotive während der Fahrt beleuchten – wird sogar mit 220 Volt betrieben. Die komplette Elektrik kann über einen gemeinsamen Schalter ein- und ausgeschaltet werden. Der Trafo für den Betrieb der Lokomotive wird über einen Bimetallschalter gesteuert. Dieser sorgt dafür, dass die Lokomotive circa 30 Sekunden läuft und dann eine Pause einlegt.

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Als rollendes Material wurden die Lokomotive CM 800 und drei Kühlwagen 307/1 mitgeliefert. Als Gleismaterial wurde das von 1953 – 1956 produzierte Modellgleis verwendet. Um die Gleise im Innenkreis des Wunderrades ohne große Knicke verlegen zu können, wurden die Gleise auf der Unterseite im Abstand von einigen Millimetern eingesägt.

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Die produzierte Stückzahl ist nicht bekannt, sicher ist jedoch das viele Schaustücke von den Spielwarengeschäften, wenn sie nicht verkauft werden konnten, irgend­wann entsorgt wurden um Platz für neue Schau­stücke zu schaffen, denn Märklin bot regelmäßig neue Schaustücke zu Werbezwecken an. Vermutlich wurden die Einzelteile von den Händler auch an Kunden zur Ergänzung von vorhandenen Metallbaukästen abgegeben.

Das hier gezeigte Wunderrad ist weitestgehend im Originalzustand, einige wenige Schrauben wurden ersetzt und die Lampen sind erneuert worden. Es sind aktuell nur wenige (circa 12 Stück) noch erhaltene Wunderräder bekannt.

10 Kommentare zu “Immer im Kreis: das „MÄRKLIN“ Wunderrad

  1. Das ist ein guter Beitrag zu den Märklin-Schaufestermodellen. Vielen Dank.
    Ergänzend möchte ich hinzufügen, dass bei den Schaufenstermodellen auch Teile verwendet wurden, die im von der Firma Märklin vertrieben Metallbaukasten nicht enthalten waren und die man auch nicht als Sonderteil kaufen konnte.
    Beim Wunderrad waren das die 10 mm starke Welle für das Rad, die in zwei kugelgelagerten Böcken geführt wurde und am Ende ein Lochscheibenrad mit 10 mm Durchmesser hatte. Auch die beiden Blechteller, die die Leuchtschrift hielten, wurden nur für dieses Modell produziert.

    1. Hallo Andreas,

      das ist natürlich richtig. In die Liste gehören sicher auch die beiden aus Hartfaser/Pertinax gefertigten Scheiben zu Übertragung des Stromes vom Sockel auf das Rad. Diese sitzen auf der Welle, eine ist mit drei Schleifringen ausgestattet und am Rad befestigt. Die zweite ist mit Bohrungen und Haltern für die Bürsten sowie Bürstenkappen aus dem Spur 0 Programm ausgestattet. Zwei dienen zur Versorgung der Lampen, eine versorgt die Lokomotive mit Energie.

      Danke für den Hinweis auf dieses Detail!

      Frank

  2. Es ist immer wieder schön anzusehen was in den fünfziger und sechziger Jahren dem Märklin Kunde noch geboten wurde um seine Aufmerksamkeit zu erringen. Ja selbst die in meiner Kindheit (siebziger) noch so populären Schaufensteranlagen sind fast völlig verschwunden….“Es lebe das Computerzeitalter“. Toller Beitrag!

    Gruß Torsten Pinkhaus

  3. Die beiden Blechteller waren alte Deckel von Landminen. Hatte Märklin noch von die gezwungene (naja…) Kriegsproduktion. Gruss K.Schröder

    1. Lennart,

      hard to say…. There is no real collectors price like a value for most of the common things in the „Koll“.

      The first step is to find such a item, the you have to ask for the Price and then you have to decide what you want/will to pay for it…. Hopefully it matches….

      Frank

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