Tischbahn

5 Gedanken zu “Aus Pappe: Rotair 19213 aus den 60ern

  1. Ein wunderschöner Blickfänger, den Frank da wieder ausgegraben hat. Leider sind aber nicht nur diese Aufhänger im Müll gelandet, auch die dazugehörigen Geschäfte gibt es nicht mehr. In meiner Jugend waren mir mindestens 20 Läden in Frankfurt am Main bekannt, welche (auch) Märklin Eisenbahnen verkauften. Stellvertretend für viele seien hier nur die Firmen Behle, Spielzeug-Onkel, Gerd Riedel-Treffpunkt der Bastler oder Kämmerer genannt. Nichts mehr davon existiert heute noch und ich frage mich, wo kann man in Frankfurt überhaupt noch Modellbahnen kaufen? Selbst Hobby-Haas hat wohl aufgegeben.

    Bei aller Schönheit enthält der Aufhänger doch einen Fehler, die DB-Neubaulokomotiven der 50er Jahre hatten schon den neuen Scherenstromabnehmer mit doppelter Schleifleiste und fuhren nahezu immer mit nur einem, meist dem hinteren Bügel am Fahrdraht.
    Aber der Künsteler war ja sicher auch kein Techniker und so sei ihm die künstlerische Freiheit erlaubt.

    Der junge Lokführer spricht den damaligen Traumberuf Lokführer an. Ob es heute noch ein Traumberuf ist, sei dahingestellt, aber damals gab es ja auch noch keinen BMI (Body-Mass-Index). Dieser verhinderte die Einstellung meines Sohnes als Triebfahrzeugführer im vorigen Jahr.

    Viele Grüße Stefan Burkhard

    1. Nachtrag:
      Ein Bekannter machte mich daruf aufmerksam, und hat recht, hier ist nicht der Lokführer, sondern der Ausichtsbeamte abgebildet. Er gibt auf größeren Bahnhöfen den Abfahrtauftrag für den Zug mittels Heben der grünen Kelle (Signal Zp9). Bei kleineren Bahnhöfen übernimmt dies der Zugführer und heute oft der Lokführer selbst, natürlich dann ohne Kelle.

  2. Huhu,
    der farbige Zug soll auch keine E41 darstellen,sondern eher das entsprechende M.Modell,vorne an der Pufferbohle erkennt man die Modellfahrzeug-Kupplung.Aus diesem Grund sind auch die Stromabnehmer modellmässig.

  3. Hallo AS,

    leider muß ich Ihrem Kommentar widersprechen. Märklin hat seine Modelle der E 41 (3034/3037) richtigerweise mit den Stromabnehmern mit Doppelschleifleiste ausgerüstet. Koll bezeichnet diese als Typ 8. Soweit mir bekannt war dies die erste Märklin-Ellok, welche mit diesen recht modellmäßigen Stromabnehmern ausgerüstet war.

    Die Zeichnungen auf dem Rotair zeigen aber eindeutig die älteren Stromabnehmer (lt. Koll Typ 6) mit Einfachschleifleiste und grünen Isolatoren. Ich vermute, daß der Künstler seinerzeit eine Prototyplok skizzierte, welche noch über die alten Pantographen verfügte.

    Nichts für ungut

    Gruß Stefan

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